Feu d artifice Carcassonne du 14. Juillet 2014 Frankreich

Wir wollten ein Feuerwerk in Europa, groß sollte es sein und spekatulär. Wir recherchierten und entschieden uns nach vielem Für und wider für Carcassonne in Südfrankreich in der Region Languedoc-Roussillion. Ein Feuerwerk, das 25 Minuten dauern sollte – geschossen von dem französischen Feuerwerksunternehmen Lacroix-Ruggieri, das große Feuerwerke in der ganzen Welt gestaltet, wie z.B. am Burj Al Arab in Dubai.

Die Cité von Carcassonne ist eine mittelalterliche Festungsstadt auf einem Hügel der Altstadt am rechten Ufer des Flusses Aude gelegen. Ihr Ursprung lag in gallo-römischer Zeit, ihr Ausbau zur Festung erfolgte im Mittelalter. Die Festungsstadt ist von einer doppelten Mauer (je etwa 3 km lang mit insgesamt 52 Türmen) umgeben. Die bereits verfallene Cité wurde im 19. Jahrhundert restauriert und es entstand ein historisches Monument, das 1997 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde.

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Das Feuerwerk soll das Brennen der Stadt la Cité darstellen und wird vorwiegend in den Nationalfarben Frankreichs gestaltet. Das jedes Jahr stattfindende Feuerwerk fällt gleichzeitig mit dem Nationalfeiertag Frankreichs zusammen. Es gibt am Vormittag eine Militärparade und ein Fest in der Innenstadt, so dass man schon sehr früh mit dem Auto in der Stadt sein muss, um noch einen Parkplatz zu finden, denn die Innenstadt wird schon am frühen Vormittag komplett gesperrt. Die beste Sicht auf das Feuerwerk hat man von der Brücke Pont du Neuf oder vom Ufer der Aude. Es ist abenteuerlich!! Schon am frühen Nachmittag drängen sich die Menschen am Ufer und auf der Brücke. Viele haben Decken und Picknickkörbe mitgebracht, manche reisen schon am Vortag mit Campern an. 700000 Menschen sollen es sein und man braucht schon ordentliches Durchhaltevermögen, um das zu überstehen, vor allem bei den hochsommerlichen Temperaturen. Wir hatten Glück, es war an diesem Tag bewölkt und die Sonne brannte nicht den ganzen Tag, sonst hätte man nicht durchgehalten, zumal es zum Filmen und Fotografieren nur 2 Möglichkeiten gab, um die komplette Front von 600 Metern in den Fokus zu kriegen. Optimal war unser Platz dann doch nicht, da ein Baum die rechte Seite etwas verdeckte. Leider musste dieser Kompromiss eingegangen werden, da auf der Brücke mit besserer Sicht geschätzt vier Leute auf einem Quadratmeter standen.Wir waren froh, als es um 22:30 endlich so weit war. Das Feuerwerk war schön, aufgebaut in einer 600 m Frontlinie (wo hat man das noch in Germany?!). Allerdings in einigen Passagen schien es sehr gestreckt, vor allem die roten Bengalen, die das Brennen der Stadt darstellten, empfanden wir als zu ausgedehnt. An einigen Stellen hätte man sich mehr oder besser eingesetzte Effekte gewünscht. Einiges war auch fehlgezündet oder Feuerwerkseffekte fehlten. Schön war der Wasserfall von den Zinnen der Festung auf breiter Front.Alle die planen mal in der Region Urlaub zu machen und sich das Feuerwerk ansehen wollen, müssen schon Ausdauer und Durchhaltevermögen mitbringen – sehenswert ist es allemal.

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